|
 |
 |
 |
 |
 |
Jovel. die 2 |
 |
|
Konzert-Halle im Industriegebiet: Jovel bleibt ein reines Contor
Münster. Das Auto, ein zersägter Ami-Schlitten aus dem Musical JFK, passt lässig ins Büro des Chefs, der mit einigen Schritten von diesem ungewöhnlichen Schreibtisch aus sein persönliches Tonstudio betritt. Viele Klampfen und Technik coole Kulisse für Steffi Stephan, der gemeinsam mit Sohn Marvin Lindenberg das neue Jovel bezogen hat. Es liegt an der Straße Am Mittelhafen und damit gegenüber dem Kreativ-Kai und inmitten eines Industriegebietes. Kanalblick bei einigen Räumen inklusive. Die Lage hat ihren Reiz und Tücken. Eine Konzert- oder Party-Halle kann Stephan dort nicht betreiben. Jedenfalls noch nicht. Er erwartet Rückenwind aus der Politik, hofft, dass es nicht bei bloßen Lippenbekenntnissen bleibt. Denn in der bisherigen Music-Hall an der Grevener Straße wird wohl ab März kein Live-Auftritt mehr zu erleben sein. Hintergrund: Im Frühjahr sollen die Arbeiten zur Umgestaltung des gesamten Germania-Areals beginnen. Bis dahin, so Kauf-Interessent, Andreas Deilmann, sollen die Verträge mit der Eigentümerin besiegelt sein. Das Jovel Nummer drei (nach den Standorten Weseler Straße/Am Krug und an der einstigen Germania Brauerei) ist bisher lediglich ein Jovel-Contor und Steffi Stephan beileibe nicht der einzige Büro-Nutzer der Liegenschaft am Hafen. In ihr finden sich Agenturen, Musik-Produzenten, Künstler und weitere kreative Köpfe. Die riesige, abteilbare Halle maximal fänden rund 2000 Zuschauer darin Platz, schätzt Stephan wäre ideal für Ausstellungen, Partys und die Auftritte, die an der Grevener Straße einstmals über die Bühne gingen. Für Steffi Stephan klafft damit eine Lücke: Das Programm des Jovels fehlt Münster. Eine Neubelebung des Konzert-Angebots käme auch der Chef-Etage in der Stadtverwaltung recht. Es ist unstrittig, dass Steffi Stephan und sein Jovel ein Gewinn für Münster sind, sagt Hartmut Bartmann. Hoffnung auf eine rasche Umnutzung der ehemaligen Lagerhalle macht der städtische Baudirektor gleichwohl nicht. Zwei Punkte stünden dem im Weg: Zum seien Disco- und/oder Konzert-Betrieb in einem Industriegebiet gesetzlich untersagt, zum anderen liegt das Jovel-Contor in der Nähe des Lehnkering-Gefahrgutlagers, um das herum ein Sicherheitsabstand gewahrt werden muss. Beide Hürden lassen sich nehmen. Die Ausweisung als Industriegebiet ist ein Auslaufmodell, und die bestehenden Pachtverträge der Betriebe laufen, so bestätigte es die Verwaltung, um das Jahr 2016 aus. Die Politik hat bereits einen Hafen-Masterplan abgesegnet, nach dem das Modell Kreativ-Kai, in variierter Form, auf das gegenüberliegende Ufer schwappen soll. Ein radikaler Strukturwandel aber in Schritten und als behutsamer Prozess, stellt die Verwaltung klar. Das neue Kraftwerk der Stadtwerke steht dieser Veränderung übrigens nicht im Weg, sondern erleichtert sie sogar, betont Siegfried Thielen, Leiter des Bauordnungsamtes.
Samstag, 22. Oktober 2005 | Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)
|
 |

Lets fetz.... Der erste Schritt zur Jovel-Music-Hall-Hafen?
|
Schnelle Lösung für Unternehmen |
 |
|
Die Stadtverwaltung Münster hat sich selbst übertroffen. Innerhalb von 14 Tagen erarbeitete sie eine Ratsvorlage. Am 15. Mai gab es eine "Bürger"anhörung zur neuen Verkehrsregelung am Hafenweg.
|
 |
 |
Jovel, die 1 |
 |
|
Das Jovel wird zum Jovel Contor
Münster. Das Jovel zieht in den Hafen: Jovel Contor soll der neue Standort heißen, den bereits ein Teil der Mitarbeiter bezogen hat. Ich bin unsagbar happy, schwärmt Steffi Stephan, Chef des Musik-Imperiums. Kein Wunder die Mietverträge für Jovel und Exbad waren zum 31. Mai gekündigt worden, die Suche nach einem neuen Domizil gestaltete sich extrem schwierig. Stephan dachte bereits über einen Umzug nach Angebote aus Gronau, Emsdetten, Steinfurt und Ibbenbüren lagen vor. Doch dann die Wende: Nachdem sein Sohn Marvin Lindenberg am Mittelhafen ein leer stehendes Lagergebäude entdeckt hatte, dauerte es nicht lang, bis ein Vertrag zwischen dem Eigentümer den Stadtwerken und Stephan zustande kam. Damit habe ich ein unheimliches Problem von der Backe, strahlt Stephan. Ein anderes ist freilich geblieben: Ins Jovel Contor ziehen zunächst nur Büros darunter die Eurocityfest GmbH , Tonstudios und mehrere Unternehmen von der Werbeagentur bis zum Event Marketing ein. Musik-Veranstaltungen wird es am Mittelhafen jedoch zunächst nicht geben: Der Bebauungsplan erlaubt eine solche Nutzung nicht aus Sicherheitsgründen sind Versammlungsveranstaltungen in dem Industriegebiet untersagt. Stephan hofft nun auf eine Nutzungsänderung durch die Politik. Langfristig kann ich mir natürlich Konzerte oder Ähnliches hier vorstellen. Jede andere Aussage wäre eine glatte Lüge. Ausreichend Platz ist jedenfalls vorhanden. Das Gebäude hat rund 2500 Quadratmeter Nutzfläche, eine riesige Halle im Obergeschoss misst 1200 Quadratmeter. Die ist größer als das alte Jovel, erzählt Stephan, der im Contor ein provisorisches Büro eingerichtet hat. Auch einige Mitarbeiter arbeiten bereits im Hafen, der Rest soll in den kommenden Wochen folgen. Hätte ich ein Gebäude erfinden müssen es hätte genau so ausgesehen, betont Stephan. Aber da gibt es noch einen weiteren Wermutstropfen: Die ebenerdige Straßenfront des Gebäudes wird noch bis weit ins nächste Jahrzehnt von einer Spedition genutzt mit ihr wird sich Stephan wohl oder übel arrangieren müssen. Es gibt indes schlimmere Probleme schließlich hatte nicht viel gefehlt, und das gesamte Jovel hätte auf der Grevener Straße gestanden. Diese Gefahr besteht in den nächsten Jahren nicht mehr: Der Mietvertrag mit den Stadtwerken läuft mindestens bis zum 31. Dezember 2010. Die Jovel Music Hall darf derweil noch an der Grevener Straße bleiben der Besitzerwechsel ist noch nicht in trockenen Tüchern. Der Mietvertrag wird allerdings nur noch monatsweise verlängert. So lange soll der Betrieb dort noch weiterlaufen.Kommentar
Samstag, 04. Juni 2005 | Quelle: Westfälische Nachrichten (Münster)
|
 |

Wird am Hafen nur telefoniert? Wie lange braucht S.S. noch um das Gefahrgutverbot umzubiegen?
|
|
Druckbare Version
|
|
 |